Konspirative WohnungenConspiracy Dwellings

StartAustellungVeranstaltungenkunstlerTexteInteraktive KarteKontaktUnterstützer

Pam Skelton

video still


... lebt als Künstlerin in London. Ihre Projekte führen Kunst und Wissenschaft zusammen, indem sie auf der Grundlage von Materialien aus Archiven, Kunst, Geschichtsschreibung und Film verdeckte Geschichten vor allem aus der Zeit nach dem 2. Weltkrieg erkennen lässt und re-konstruiert. Von den Wurzeln ihrer Familie im osteuropäischen Judentum her ausgehend, konzentrierte sich ihre Arbeit in den vergangenen Jahren zunehmend auf Ansichten von Repression und den Missbrauch von Staatsmacht in Europa im 20. Jahrhundert. Seit Mitte der 90er Jahre führte P. Skelton diverse Projekte in Zentral-, Nord- und Osteuropa durch, die sich mit den Nachwirkungen der kommunistischen Regime befassen. "In meiner Arbeit werden Orte nach der Offenbarung ihrer Geheimnisse befragt und bestimmte Räume werden als Aufbewahrungsboxen vergangener Ereignisse gesehen, die Fährten zu Geschichten enthalten." Eines ihrer letzten Projekte war "Burning Poems", eine Videoinstallation mit verschiedenen Stationen in Russland 2007-2009 einschließlich der Biennale in Moskau 2007. Weitere Ausstellungen waren in The Imperial War Museum, London; The Museum of Modern Art, Dubrovnik; The Aine Art Museum, Tornio, Finland; NGBK, Berlin; Ikon Gallery, Birmingham.

http://www.pamskelton.org

C.CRED [Collective CREative Dissent]

... ist ein in London ansässiges aber sich sehr nomadisch verhaltendes Künstlerkollektiv, eine kollaborative Struktur, die sich im ständigen Werden begreift. Im August 2007 begann C.CRED ausgehend von dem Gedanken im Rahmen von Conspiracy Dwellings die spezifischen geschichtlichen Gesichtspunkte zu erkunden und in einen erweiterten kontextuellen Zusammenhang zu bringen, eine Serie von Gesprächen mit Menschen aus Erfurt und Umgebung zu führen, um eine Vielzahl von Meinungen und Erzählungen zu sammeln und gleichzeitig zu artikulieren. Für die Ausstellung werden die aufgenommenen Gespräche in eine polyphone Audioinstallation umgewandelt, die die unterschiedlichen Gesprächsthemen und die passenden Sounds zusammenfasst. "Wir hoffen, dass diese Installation, und die Tonspuren, die hineinführen, zugleich konstruieren und problematisieren, helfen auszudrücken und zu verschweigen; kristalline Bilder einer Geschichte, die niemals besessen werden kann, aber deren Funktion es ist, uns immer wieder unser unwiderrufliches Recht zu vergewissern, zu widersprechen."

http://www.permanentignition.org

Tina Clausmeyer

... lebt und arbeitet in Berlin und London. Als Künstlerin und Kulturwissenschaftlerin arbeitete sie an verschiedenen Schnittstellenprojekten zur Kunst/Politik sowie zur Entwicklungszusammenarbeit in (Post-) Konfliktregionen wie den Palästinensischen Autonomiegebieten und im Kongo. Seit Juli 2003 ist sie an "Konspirative Wohnungen" beteiligt. Für das Projekt untersucht T. Clausmeyer die früheren Überwachungsstrukturen und legt dabei das unsichtbare Netz der konspirativen Wohnungen heute frei. Ihre Arbeiten erstellen fotografische Gegen-Kartographien der Stadt Erfurt in Form einer Bilddatenbank mittels dokumentarischer Fotografie. Neben dieser Arbeit beschäftigte sie sich mit geheimen Netzwerken nach 9/11, die u. a. Gegenstand der von ihr kuratierten Konferenz "Towards a New Visualization of Secrecy? Representations of Secrecy within Contemporary Terrorism and Counter-Terrorism" im Stedeljik Museum CS im März 2007 in Amsterdam waren. Ihre Arbeit im Projekt wurde durch ein zweijähriges Forschungsstipendium der Jan van Eyck Akademie in Maastricht finanziell unterstützt. Derzeit studiert sie "Development & Rights" am Goldsmiths College in London.

Verena Kyselka

...in Erfurt aufgewachsen, lebt und arbeitet als Künstlerin und freie Kuratorin in Berlin und Erfurt. In ihren medienübergreifenden Arbeiten schafft sie gesellschaftspolitische, biografische und interkulturelle Verbindungen. Ausstellungsprojekte führten sie von 1990 bis 2007 nach Zentralamerika, Taiwan und Australien. Zu ihrer kuratorischen Tätigkeit gehören die Projekte: MultimedialistInnen - internationales Performancefestival (1992), Vita Activa (1997), Babajagas & Witches - Mythologien zwischen Ost und West (2000). Ausgehend von den familiären Erfahrungen mit der Überwachung des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR und deren Folgen, sowie ihrer eigenen kontextbezogenen künstlerischen Auseinandersetzung begleitet sie das Projekt "Konspirative Wohnungen" seit 2006, dessen künstlerische Leitung sie im Februar 2007 übernahm.